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Homelift und Hublift: Wann ein senkrechter Lift sinnvoll ist

Was Hublift und Homelift kosten, wann sie besser passen als ein Treppenlift und welche Förderung es für den Einbau gibt.

Peter LehmannStand 28. Oktober 20265 Min. Lesezeit

Älteres Paar kommt im Einfamilienhaus die Treppe neben einem verglasten Homelift herunter

Nicht jede Lösung fährt an der Treppe entlang. Ein Hublift hebt eine Plattform senkrecht über ein paar Stufen. Ein Homelift ist ein kleiner Aufzug für das eigene Haus und verbindet mehrere Etagen. Beide sind teurer als ein Sitzlift, lösen aber Probleme, die ein Sitzlift nicht lösen kann. Hier lesen Sie, wann sich welche Lösung lohnt.

Hublift: für ein paar Stufen

Der Hublift steht neben den Stufen, etwa am Hauseingang oder an der Terrasse. Sie fahren auf die Plattform, und sie hebt Sie senkrecht nach oben. Eine Schiene entlang der Treppe gibt es nicht. Die Stufen bleiben frei.

  • Passt für: Höhenunterschiede von wenigen Stufen, drinnen oder draußen
  • Vorteil: kein Umsetzen, auch für Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen nutzbar
  • Platz: braucht eine ebene Fläche neben der Treppe

Für längere Außentreppen ist ein Treppenlift oft günstiger. Mehr dazu im Ratgeber Treppenlift für außen.

Homelift: ein Aufzug fürs Haus

Ein Homelift fährt senkrecht zwischen den Etagen, wie ein kleiner Aufzug. Viele Modelle brauchen keinen gemauerten Schacht. Sie stehen in einem eigenen Gerüst im Treppenauge, in einer Ecke des Flurs oder außen am Haus. Dafür wird meist eine Öffnung in die Decke geschnitten.

Ein Homelift lohnt sich vor allem, wenn

  • jemand im Rollstuhl sitzt und mehrere Etagen erreichen muss,
  • die Treppe für einen Plattformlift zu schmal oder zu verwinkelt ist,
  • zwei Menschen im Haushalt Hilfe brauchen und den Lift gemeinsam nutzen,
  • Sie ohnehin umbauen und lange im Haus bleiben möchten.

Früh mit Fachleuten planen

Für die Öffnung in der Decke muss ein Statiker prüfen, ob das geht. Ob eine Baugenehmigung nötig ist, regelt das Bundesland. Fragen Sie beim Bauamt nach, bevor Sie bestellen.

Kosten im Vergleich

LösungÜbliche Spanne inkl. Einbau
Hubliftca. 5.000 – 18.000 €
Homeliftca. 20.000 – 60.000 €
Zum Vergleich: Sitzlift, kurvige Treppeca. 7.000 – 15.000 €

Beim Homelift kommen oft Kosten für Bauarbeiten dazu, etwa für den Deckendurchbruch, Elektroarbeiten und Maler. Lassen Sie sich sagen, was im Angebot enthalten ist. Nach dem Zuschuss für eine Person bleiben beim Homelift etwa 15.820 – 55.820 €.

Zuschuss und weitere Förderung

Hublift und Homelift zählen wie ein Treppenlift als Maßnahme zur Verbesserung des Wohnumfelds. Die Pflegekasse zahlt bis zu 4.180 € je pflegebedürftiger Person. Bei teuren Lösungen lohnt sich der Blick auf weitere Förderung:

Wie Sie den Zuschuss beantragen, lesen Sie im Ratgeber Antrag auf Wohnumfeldverbesserung.

Häufige Fragen

Was kostet ein Homelift?

Meist etwa 20.000 – 60.000 € inklusive Einbau. Dazu können Kosten für Bauarbeiten wie den Deckendurchbruch kommen.

Braucht ein Homelift einen Schacht?

Viele Modelle nicht. Sie stehen in einem eigenen Gerüst. Für die Fahrt durch die Decke braucht es aber meist eine Öffnung.

Zahlt die Pflegekasse einen Homelift?

Sie gibt einen Zuschuss von bis zu 4.180 € je pflegebedürftiger Person, wie bei einem Treppenlift.

Quellen

  1. § 40 SGB XI – Pflegehilfsmittel und wohnumfeldverbessernde Maßnahmen